Schnitzelbänk Tschädrios 2009
Das alte Haus vom Rathausplatzy
Dieses Haus ist alt und hässlich, dieses Haus ist kahl und grau.
Dieses Haus stinkt noch viel schlimmer als ne dicke alte Sau.
Dieses Haus ist halb zerfallen und es knarrt und stöhnt und weint.
Dieses Haus ist noch viel schlimmer als es scheint.
Dieses Haus ist wie ein Bunker, wie ein grosser grauer Klotz,
wie ein Elefant aus Stein, welcher blöd in die Gegend glotzt.
Seinen dicken langen Rüssel hält es in die Strass hinein.
Mit n’em grossen Wagen duchfahr’n schafft kein Schwein.
Stünde dieses Haus in Flammen und es wäre niemand drin,
würde ich mich nicht erinnern, dass ich Feuerwehrmann bin.
Oh wie schön wär unser Ortsbild, wäre dieser Schandfleck weg.
Doch das Haus das bleibt für immer da, welch Dreck!
Dieses Haus zu renovieren braucht ne riesen Menge Stutz,
denn seit mehr als 50 Jahren steht es unter Denkmalschutz
Abriss kommt gar nicht in Frage, dieses Haus hat grosses Schwein.
Dieses Haus wird immer und ewig Schänner sein.
Ref:
Das alte Haus vom Rathausplatzy hat vieles schon erlebt,
kein Wunder, dass es zittert, ein Wunder dass es steht.
Das alte Haus vom Rathausplaty sah Angst und Pein und Not.
Und viele hätten gerne, es wär schon lange tot.
Sex im Pfadi Bula
Bisch im Juli go wandrä im Riet umänand.
Was detä so gseh häsch, das isch allerhand!
Im Pfadibundeslager gahts wild zue und her.
Det Kontäkt z’chnüpfä, das isch gar nöd schwer.
Ja will mer das gwüsst hät, häts für all Gummis da.
Doch nach äs paar Tägli häts scho kei meh gha.
Ja z’mitzt i dä Wiisä chaschs gseh umäliggä…
Diä Pfadis sind ständig am umänand f…singä.
Ich wott seeeeeeex, vom morgä bis am abä
Ich wott seeeeeeex, mit dir im wassergrabä
Gümmis häts halt kei meh, das müemer eifach hineh
Ich wott seeeeeeex, nachem füürä und am wandrä
Ich wott seeeeeeex, mit dir und jedrä andrä
Bi üs im Pfadilager - simmer alli Lochschwager
Üsä Cedi Büsser, am Bar und Pub z Tuggä
hät müesä uf Toi Toi, was go usä druggä.
Er cha nöd ruhig hoggä und isch umänand grutscht.
Und so isch sis Handy is Schissiloch pflutscht.
So badät das Handy i schön brunär Massä.
Und für das Missgschick, chönt dä Cedi sich hassä.
Doch er scheut sich vor gar nüt, langt i das Loch abä,
um mit barä Händä das Handy uszgrabä.
Nachtumzug in Schänis, än riesä Alass.
Fascht zganz Dorf Schänis isch uf dä Gass.
A dä Drachälöchler ghört än grossä Dank.
Was diä da machet, isch än riesä Chrampf.
Doch dä neu Gmeindrat vo dä SP,
söllä zahlä fürs luegä, wet er nöd igseh.
Will er det wohni, git er sich so stur.
Kultur nöd z’unterstützä, isch hüt SP pur.
Am Openair St. Gallä, ghats wild zue und her.
Sich det zamüsierä das isch gar nöd schwer.
Au d’Eberhard Judith ninnt sich das zHerz.
Mit dä Jud Andrea erlaubt sie sich än Scherz.
Für nacher uf d’Gass zgah, frisiert sie d’Andii.
Und ganz hiterlischtig baut sie was in Zopf ii.
D’Andrea diä gmerkt nöd, was i ihrnä Haar isch:
Än Olmabratwurscht – halt nümä ganz frisch.
Uf Adelbödä wett dä Schiiclub Schänis,
will alli det hoffät, d’Schwizer sind nämis.
Mit äm Car vo z Zahners wot mer früäh gah,
zum ja ä gueti Sicht uf d Schiicracks zha.
Bim Rathusplatz Schänis, det stigät all ii.
Nur einä de fehlt no, wer cha dänn das sii?
Üsä Zahner Kurti, de lit no im Bett.
So fahrt dä Car id Urteilä und holt dä Kurt det.
Nachem Auto parkierä gits äs paar Sachä,
diä sött mer trotz Stress unbedingt machä.
Vorallem wänns steil isch, sötsch d’Handbräms zHilf näh.
Äs Liedli dervo singä, cha dNadja Fäh.
Sie tuet sich am Morgä zum Bahnhof chauffierä,
zAuto ganz suuber hindrem Leuä parkierä.
Nachem Schaffä am Abig isch das Auto nüm da.
Es isch allei wägrollt und hät än andrä Platz gnah.
Ja üsäs Schwert zSchänis, das wet nöd guet laufä.
Drum hät dSäbelsilf Angscht, sie mües es verchaufä.
Zum meh Gäld verdienä, hät sie ä Idee gha:
Bi ihrä chasch ez wieder warmi Chuchi ha.
Für das muemer ez halt äs bitz witer laufä.
Will ihräs warm Ässe, muesch im Marché go chaufä.
Uf ihräs Gekochte, muesch derfür nöd lang warte.
D’Silf isch im Burger King am Brot und Fleisch bratä.
Letschti da luegi am 7ni Fernseh.
Bi völlig verschrockä – was mues ich da gseh!
Usä Gmeindspräsi de staht zmitzt im Bild.
Und ä Reporter, stellt Fragä wiä wild.
So schnäll im Fernseh – ja das das schaffsch!
Vorallem wänn nur 1 Fehler i 40 Jöhrli machsch.
Doch usä guet Erich, de zeigt sich betroffä.
Und bhauptät tatsächli, er fahr niä meh bosffä.
Ich bin än Gschäftsmaa und mis Gschäft das floriert.
Drum wirt minä Arbeiter schöni Bonis spendiert.
Und wänns nüm sött laufä, gibi am Couchepin äs Phon:
„Alors, Pascal ich weiss, du hilfst mir schon.“
Ja so macht zwirtschaftä än grossä Spass.
Will imänä Notfall isch uf dä Couchepin Verlass.
Dä Bund hilft mit Millionä und macht so allnä än Gfallä.
Will ich cha minä Arbeiter witer Bonis uszahlä.
I dä Tüfgarage im Steinä da chas eim passierä
D Sitä vom Auto a dä Sülä na z schmierä
Wäg dem hämmer letscht Jahr d Eli Egli höch gna.
Det hämmer no gsungä dass nur sie das cha.
Mir händ üs da toschä und heimlich vernoh,
öper hegs letschti au nöd chönä loh.
Am Auto vo dä Mueter äs paar Chratzer gmacht.
Dä Raffi Chüeni de hät das vollbracht.



